Presse

Wohnungslosigkeit auf Höchststand

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg hat festgestellt, dass die Wohnungslosigkeit in Baden-Württemberg auf einem neuem Höchststand ist.

Sahra Mirow, Landessprecherin der Linken Baden-Württemberg und Sprecherin für Soziales Wohnen in der Bundestagsfraktion der Linken, appelliert an die Landesregierung: 

„Dass die Wohnungslosigkeit in Baden-Württemberg einen neuen Höchststand erreicht hat, muss für uns alle ein Weckruf sein. Es muss sich grundlegend etwas an der Art und Weise verändern, wie wir zusammenleben. Während einige Wenige in Deutschland immer reicher werden, reicht es für viele Andere nicht einmal mehr für die Miete, mit gravierenden Folgen. Immer mehr Menschen haben keinen festen Wohnsitz und sind auf Schlafplätze bei Bekannten angewiesen.

Insbesondere für Frauen ist das eine gefährliche Situation, in der nicht selten sexuelle Gefälligkeiten als Gegenleistungen für einen Schlafplatz gefordert werden. Die Landesregierung kann von sich nicht behaupteten, die Lebenssituation von Frauen verbessern zu wollen und gleichzeitig tatenlos dabei zusehen, wie Wohnraum in Baden-Württemberg immer unerschwinglicher wird. Denn auch Wohnraum ist ein feministisches Thema.

Die Landesregierung muss sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden. Ministerpräsident Kretschmann und seine Minister*innen sind mit dem Ziel angetreten, dass Leben der Baden-Württemberger*innen positiv zu gestalten. Davon kann auf dem Wohnungsmarkt nicht die Rede sein. Die Mieten erreichen exorbitante Höhen, am Monatsende haben die meisten Menschen nichts mehr auf ihrem Konto übrig. Es ist Zeit, dass sie abtritt und das Feld Menschen überlässt, die sich wirklich für die Lebensbelange der Menschen einsetzen, nicht nur für die Konzerne.“