Landesverband Baden-Württemberg
Sondernewsletter: Antikriegstag/ Kundgebung am 10.09. – Stoppt das Töten in der Ukraine

Liebe Genoss:innen,

der 1. September mahnt an die Schrecken des Krieges. Vor 84 Jahren, am 1. September 1939, begann mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der zweite Weltkrieg. Dieser Krieg hat über 70 Millionen Menschenleben gefordert. Der 1. September erinnert an die Schrecken des Krieges und die Verbrechen des deutschen Faschismus. Dieser Tag ist als Antikriegstag für uns auch heute ein Aufruf, sich weltweit gegen Kriege und für Frieden einzusetzen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Wir rufen zur Beteiligung der Kundgebungen und Veranstaltungen rund um den Antikriegstag auf. Eine Übersicht über die Kundgebungen und Veranstaltungen in Baden-Württemberg hat der DGB Baden-Württemberg zusammengestellt: https://bw.dgb.de/termine/++co++c26cce58-27a6-11ee-9ec0-001a4a160123

Seit über einem Jahr tobt der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Er bedeutet unendliches Leid, Flucht und Tod für hunderttausende Menschen. Es braucht dringend Verhandlungen, um diesen Krieg zu beenden.

"Man kann und soll Verhandlungsbereitschaft auch herbei verhandeln. Dieser Plan ist viel aussichtsreicher als der Plan Frieden herbei zu bomben." (Heribert Prantl, Autor und Jurist)

Am 10. September, 13 Uhr, ruft ein Bündnis zu der landesweiten Kundgebung "Stoppt das Töten in der Ukraine. Den Krieg durch Verhandlungen beenden" auf den Stuttgarter Schlossplatz auf.

Wir unterstützen dieses Bündnis als DIE LINKE. Baden-Württemberg. Den Aufruf haben bereits viele Personen aus der LINKEN unterzeichnet, u.a. unsere Bundestagsabgeordneten Bernd Riexinger und Gökay Akbulut, die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Michel Brandt und Karin Binder, unsere Landessprecher*innen Sahra Mirow und Elwis Capece, stellv. Landessprecher Luigi Pantisano und viele weitere Aktive. Der Aufruf kann weiterhin unter www.stoppt-das-toeten.info unterzeichnet werden.

Lasst uns gemeinsam zu der Kundgebung gehen. Gemeinsamer Treffpunkt: Freitreppe zum kleinen Schlossplatz ab 12:30 Uhr. Bringt eure LINKE Fahnen und Banner mit.

Rund um die Kundgebungen finden Gesprächsforen im Gewerkschaftshaus statt. Weitere Informationen findet ihr in diesem Newsletter und auf www.stoppt-das-toeten.info

Euer Landesverband

 

Stoppt das Töten in der Ukraine

Den Krieg durch Verhandlungen beenden!

 

Landesweite Kundgebung mit Margot Käßmann (Theologin), Martin Gross (Landesleiter ver.di), Gerhard Trabert (Arzt in Kriegsregionen) am 10. September, 13 Uhr, Schlossplatz Stuttgart.

Wir fordern die Bundesregierung und Bundeskanzler Olaf Scholz auf:

  1. bei allen Konfliktparteien auf eine Feuerpause, Waffenruhe, einen Waffenstillstand und Verhandlungen hinzuwirken
  2. allen Menschen, die sich aus der Ukraine, Belarus und Russland dem Krieg entziehen, Schutz und Asyl zu gewähren
  3. die Lieferung von immer offensiveren Waffen in die Ukraine zu stoppen
  4. den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen
  5. statt Milliarden für Aufrüstung zu verschwenden, diese für den dringend notwendigen klima- und sozialgerechten Umbau unserer Gesellschaft zu verwenden

Aufruf unter www.stoppt-das-toeten.info unterzeichnen.

 

Liebe Friedensfreund:innen!

Jeder weitere Tag, an dem der Krieg in der Ukraine andauert, bedeutet mehr Tote, Verletzte und Vertriebene sowie mehr Zerstörung von Städten und Infrastruktur. Weltweit gibt es gravierende wirtschaftliche Folgen für Millionen von Menschen und weitere Rückschläge im Kampf gegen die Klimakatastrophe. Wir erleben eine ständige Eskalation des Krieges. Über allem droht der Einsatz von Atomwaffen und die Zerstörung von Atomkraftwerken.

Nichts kann den brutalen Angriff Russlands auf die Ukraine rechtfertigen. Die politische Führung in Moskau fordern wir weiterhin auf, den Krieg sofort zu beenden, das Völkerrecht zu achten und alle Truppen aus der Ukraine abzuziehen!

Ein 100 Milliarden Euro schweres Aufrüstungspaket in der Bundesrepublik, Abschreckung mit Kampfjets und die Lieferungen von immer mehr Kriegswaffen sind Reaktionen der Bundesregierung unter Olaf Scholz auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Ein Krieg, der die Menschenrechte von Millionen Menschen in der Ukraine verletzte und verletzt.

Wer, wie die Bundesregierung immer mehr schwerere Waffen liefert, die Rüstungs- ausgaben weiter erhöht, die Gesellschaft militarisiert, bejaht Krieg als Mittel der Politik. Zudem sind Militarisierung und Feindbilder wesentliche Bestandteile rechtsradikaler Ideologien.

Krieg als Mittel der Politik lehnen wir ab. In der Präambel der UN-Charta verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.“ Auch die Bundesrepublik ist 1973 dieser Charta beigetreten.

Zu humanitären Fragen fanden und finden bereits Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland statt, etwa zu Gefangenenaustausch, Schutzzonen für Atomkraftwerke und Getreideexporten. Warum soll das für einen Waffenstillstand und für Friedensverhandlungen nicht möglich sein?

Wir laden alle Menschen, die unser Anliegen teilen, zu unserer Kundgebung am Sonntag, 10. September, auf dem Stuttgarter Schlossplatz ein. Beginn 13 Uhr. Vor und nach der Kundgebung bieten wir im Gewerkschaftshaus (Willi-Bleicher-Str. 20, Bambus-Salon) Gesprächsforen an, um Räume für Diskussion zu öffnen.

Gesprächsforen im Gewerkschaftshaus:
10:30 Uhr, FORUM I: Schritte zum Frieden - Deutsche Handlungsmöglichkeiten im Ukraine-Krieg. Referent: Simon Bödecker (Ohne Rüstung Leben)
15:00 Uhr, FORUM II: Militarisierung von Politik und Sprache - ein gefährlicher Paradigmenwechsel deutscher Politik, Referent: Ingar Solty (Rosa-Luxemburg-Stiftung) (Veranstalter der Foren: Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg)

Verschwörungsmythen und Nationalismus, jede Nähe zu rechten Organisatioen und Parteien, diskriminierende Botschaften und Menschenfeindlichkeit wie etwa Rassismus, Antisemitismus und Sexismus lehnen wir ausdrücklich ab.

 

Antikriegstag: Nein zur Aufrüstung und Krieg!

30. August 2023

 

DIE LINKE. Baden-Württemberg ruft landesweit zur Beteiligung an Kundgebungen zum Antikriegstag am 1. September auf. Aynur Karlikli, stellv. Landessprecherin der LINKEN. Baden-Württemberg, erklärt: „Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. Der 1. September ist eine Mahnung an die Schrecken des Krieges und die Verbrechen des deutschen Faschismus. Als Antikriegstag steht der 1. September für die Verurteilung aller Kriege und den Einsatz für weltweiten Frieden. Wir verurteilen Krieg und Gewalt als Mittel der Politik und des Machterhalts. Unsere Solidarität gilt allen Menschen überall auf der Welt, die vor Krieg, Unterdrückung und Gewalt fliehen und unter Kriegsfolgen zu leiden haben.“ Luigi Pantisano, stellv. Landessprecher, erklärt weiter: „Seit über einem Jahr tobt der Angriffskrieg… Weiterlesen

 

Veranstaltung in Freiburg:

Stoppt das Töten in der Ukraine!

 

DIE LINKE. Freiburg lädt ein zur Veranstaltung mit Jürgen Wagner, Autor, Informationsstelle Militarisierung, Tübingen

  • am Mittwoch, 6. September
  • um 19 Uhr
  • in der Hebelschule, Freiburg

Im Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen und noch immer ist kein Ende des Krieges in Sicht. Moderne Waffen im Wert von Milliarden Euro auf den Schlachtfeldern, doch die Invasion konnte nicht zurückgedrängt werden. Unaufhörlich wächst die Anzahl an toten Menschen. Unaufhörlich wächst die Zahl der Menschen auf der Flucht. Wir haben Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung aus Tübingen eingeladen. Wir möchten diskutieren, warum die bisherigen Strategien den Krieg verschlimmert statt beendet haben und welche Interessen die verschiedenen Staaten verfolgen.

 
 

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