Presse

Humanitärer Waffenstillstand in Nahost

Pressemitteilung

Janine Wissler fordert humanitären Waffenstillstand in Nahost:

„Die humanitäre Lage im Gaza-Streifen ist katastrophal. In dem ohnehin dicht besiedelten Landstrich werden die Menschen durch die Kampfhandlungen in ein immer kleineres Gebiet zusammengedrängt. Die Zivilbevölkerung, die aufgefordert wurde, in den Süden zu flüchten, ist auch dort in ständiger Lebensgefahr. Das gilt besonders für Familien, Frauen, Alte und Kinder. Häuser und Infrastruktur sind weitgehend zerstört, die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen. Es fehlen Nahrungsmittel und Medikamente. Offenbar erwägt die israelische Regierung, die Tunnelsysteme in Gaza mit Meerwasser zu fluten. Das gefährdet das Trinkwasser und kann zusätzlich zu einer ökologischen Katastrophe führen. Ein Ende der Bombardierung und ein humanitäre Waffenruhe, wie ihn auch die UN und UN-Generalsekretär Guterres fordert, sind dringend nötig, um die Zivilbevölkerung zu versorgen. Ich unterstütze ganz ausdrücklich das Anliegen des UN-Generalsekretärs mit Berufung auf Artikel 99 der UN-Charta  den Weltsicherheitsrat zum Handeln zu bewegen. Ich erwarte auch von der Bundesregierung, dass sie sich jetzt aktiv bei der israelische Regierung für eine humanitäre Waffenruhe einsetzt.

Die Hamas muss alle verbliebenen Geiseln sofort freilassen und die Raketenangriffe auf Israel sofort einstellen. Die aktuelle Situation ist dramatisch, ein Waffenstillstand von allen Seiten ist notwendig."