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"Wir fahren zusammen" - Die Klimakrise und die Arbeitskämpfe im öffentlichen Nahverkehr gehören zusammen

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Mit der Kampagne „Wir fahren zusammen“ kämpfen ver.di und Fridays for Future gemeinsam für Klimaschutz und bessere Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Am 1. März, dem globale Klimastreiktag, finden gemeinsame Kundgebungen statt. Die Linke Baden-Württemberg unterstützt das Bündnis. 

Mit der Kampagne „Wir fahren zusammen“ kämpfen ver.di und Fridays for Future gemeinsam für Klimaschutz und bessere Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Am 1. März, dem globale Klimastreiktag, finden gemeinsame Kundgebungen statt. Die Linke Baden-Württemberg unterstützt das Bündnis. 

Sahra Mirow, Landessprecherin Die Linke Baden-Württemberg, sagt: „Am 01.03. streiken wir zusammen. Am Tag des globalen Klimastreiks geht die Linke Baden-Württemberg gemeinsam mit Klimaaktivist:innen von „Wir fahren zusammen“ und den Beschäftigten im ÖPNV auf die Straße, denn die Kämpfe gegen die Klimakrise und die Arbeitskämpfe im öffentlichen Nahverkehr gehören zusammen. Für eine klimafreundliche Mobilität muss Bus und Bahn funktionieren und damit es funktioniert müssen auch die Arbeitsbedingungen der Kolleg:innen passen. Wir glauben, dass es ein breites Bündnis mit den Arbeiter:innen braucht, um gegen die Klimakrise handlungsfähig zu sein.

Denn im ÖPNV ist es wie in vielen anderen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge gilt: Es ist eine politische Entscheidung, wie viel Geld dort investiert wird. Und es ist fatal, dass sich die Ampelregierung und der Verkehrsminister Volker Wissing dafür entscheiden zu sparen: an Infrastruktur, an Streckenausbau, aber eben auch an Personal und besseren Arbeitsbedingungen.
Die Beschäftigten im Nahverkehr spielen eine entscheidende Rolle für die Mobilität von Millionen von Menschen. Jedoch führen Überalterung und schlechte Arbeitsbedingungen zu einem dramatischen Personalmangel, der zu Fahrerbelastungen und der Einstellung von Buslinien führt. Um auch zukünftig eine sichere und zuverlässige Nutzung des ÖPNV zu gewährleisten, sind gute Arbeitsbedingungen unerlässlich, insbesondere angesichts einer möglichen Verdopplung des ÖPNV im Rahmen einer Verkehrswende. 

Wir als Linke Baden-Württemberg fordern kostenfreien Nahverkehr für alle, auch um die notwendige Klimaneutralität zu erreichen. Der öffentliche Nahverkehr muss massiv ausgebaut werden und das wollen wir durch eine Nahverkehrsabgabe nach französischen Vorbild finanzieren. Diese Abgabe beteiligt Unternehmen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an den Kosten. Der restliche Finanzbedarf wird durch eine höhere Besteuerung von Vermögens- und Einkommensmillionären gedeckt. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und sozial gerecht.“