P08 - Nein zu generativer KI

Menschliche Kreativität fördern

Künstliche Intelligenz breitet sich immer weiter aus, sie ist fest im Alltag vieler Menschen verankert, oft auch unfreiwillig durch unbewusste Nutzung. Für viele Menschen erleichtert sie den Alltag erheblich, doch gleichzeitig müssen wir uns auch über die Konsequenzen bewusst werden. Durch immer größere KI-Server wird Trinkwasser in vielen Regionen zur Mangelware, ganze Orte sterben aus weil für vielen Menschen die Lebensgrundlage fehlt. Doch vor allem machen wir uns immer weiter von großen Techkonzernen abhängig, Konzerne wie OpenAI, Google etc. bekommen immer mehr Kontrolle und Macht über die Arbeiterklasse. Gerade als Sozialist*innen müssen wir genau diese Konzerne mit aller macht bekämpfen. Generative KI bedroht auch in besonderem Maße die freie Kunst, immer mehr Künstler*innen und Dienstleister*innen, wie Filmproduzent*innen oder Designer*innenkönnen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, da sie durch entsprechende Programme ersetzt wird. Die für KI-Modelle genutzten Trainingsdaten bestehen zu großen Teilen aus kollektiv erzeugten Daten und Informationen von Milliarden von Menschen. Große Tech-Unternehmen nutzen diese ohne Einverständnis oder Entlohnung der Ersteller*innen und Künstler*innen, um Profit aus einem kollektiven Gut zu erwirtschaften

Der Landesparteitag möge daher beschließen:

  1. Die Linke Baden-Württemberg lehnt den Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz,umgangssprachlich oftmals lediglich als „KI“ bezeichnet, zur Erstellung von Inhalten für die Öffentlichkeitsarbeit konsequent ab.
  2. Der Landesverband von Die Linke Baden-Württemberg sowie alle zugehörigen Kreisverbände verpflichten sich, in ihren öffentlichen Publikationen (z.B. Social Media, Flyer, Pressemitteilungen, Webseiten) keinerlei durch generative KI erzeugte Medien (Bilder, Videos, Audio) zu verwenden. Wir erwarten von unseren Vorstandsmitgliedern, Mandatsträger:innen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, Kandidierenden sowie Funktionär:innen, dass sie in ihrer politischen Kommunikation auf den Einsatz generativer KI verzichten. Politische Kommunikation muss Ausdruck menschlicher Auseinandersetzung und Kreativität bleiben. Wir fördern stattdessen die Zusammenarbeit mit realen Künstler:innen, Illustrator:innen und Fotograf:innen sowie die Nutzung von Open-Source-Ressourcen und freien Lizenzen (z.B. Creative Commons).
  3. Die Linke Baden-Württemberg fordert in ihren zukünftigen Landtagswahlprogrammen die Vergesellschaftung der KI-Infrastruktur und setzt sich auch auf Bundesebene innerparteilich für diese Position ein. Das Internet wie auch die moderne KI-Infrastruktur stellt für uns ein Allgemeingut dar, dass nicht im Besitz von Konzernen bleiben darf.
  4. Die Linke setzt sich für eine verstärkte Förderung von Kunst und Kultur im digitalen Wandel ein, um kreative Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln.